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20. Oktober 2020

Die Entstehung unserer Awareness-Kurse

Kennen Sie E.T.? Sicher, oder? Ich hoffe, ich zerstöre nicht Ihr Weltbild, wenn ich Ihnen sage, dass dieses fremde Wesen mit dem dünnen langen Hals in Wahrheit kein echter Außerirdischer ist, sondern lediglich eine Puppe, die durch (damalige) moderne Technik zum Leben erweckt wurde. Wir bei Increase Your Skills schaffen zwar keine Hollywoodfilme, können aber zumindest, was die Animation solcher Puppen angeht, mitreden. All unsere Kurse werden nämlich genau durch diese zum Leben erweckt. In diesem Blogbeitrag wollen wir Ihnen ein klein wenig Einblick in unsere Arbeit und damit hinter die Kulissen der Erstellung unserer Kurse und vor allem unserer Puppen gewähren. 

Kursaufbau


Unsere animierten Puppen sind wohl das Herzstück unserer Kurse. Bevor diese aber das Licht der Welt erblicken, braucht es einen gewissen Vorlauf. Zuallererst haben wir in der Regel eine Sprecherin/einen Sprecher, auf deren/dessen Stimme der Charakter der Puppe angepasst wird. Unsere Puppen an sich stehen für Diversität und ethnische Vielfalt. Wir achten darauf, dass sowohl Geschlechter als auch Ethnien stets gleichberechtigt sind. Das zeigt sich auch darin, dass Menschen aller Altersstufen, ob mit oder ohne Beeinträchtigung und jeglicher Körpertypen durch unsere Puppen abgebildet werden. Unsere Hauptcharaktere werden dann aber nicht einfach in den Kurs „geschmissen“. Nein, sie bekommen einen detaillierten Lebenslauf, um sie so für uns und unsere Kundschaft menschlicher zu machen. In der Tat reden auch wir in der Firma bei solch einem Charakter nicht von einer „Puppe“, sondern sprechen über sie mit ihrem zugewiesenen Namen – der übrigens ebenfalls einen langen Entstehungsprozess hinter sich hat – wie über eine eigenständige Person. Dies schafft auch für uns als Erschaffende dieser Puppen eine nähere Bindung und damit ein realistischeres Erscheinungsbild.  
 

Charakter Entwicklung IYS


Ist der Charakter einmal erschaffen, geht es an den Kurs. Im Kurs gibt es häufig zwei Hauptcharaktere, wobei es meist eine fragende und eine erklärende beziehungsweise antwortende Person gibt. Die Hauptfigur führt dann anhand von Präsentationen und Beispielen, Quizzen, Drag and Drop-Elementen und informativen Folien durch den Kurs. Der Kurs ist dabei untergliedert in eine Einführung, einen Mittel- und den Schlussteil. Dabei sind die Kurse in Überschriften unterteilt wie beispielsweise „Passwortsicherheit“, „Social Engineering“ und „Mobile Geräte“.

Beim Storyboarden – also die zeichnerische Version eines Drehbuchs – gehen wir den Text durch und überlegen, in welchen Räumen unsere Figur steht, bei welchen Szenen man dieser über die Schulter schaut (beispielsweise, wenn diese auf den Bildschirm sieht und eine E-Mail liest) oder was es noch an Besonderheiten in diesem Kurs geben kann. Wir legen fest, was auf welche Weise (Text oder Grafiken) eingeblendet wird. Zudem halten wir beim Storyboarden fest, welche Hintergrundgeräusche gebraucht werden, also beispielsweise ein Telefon, das klingelt, oder Menschen, die murmeln. Unser Charakter an sich hält die Präsentationen dann wiederum an Whiteboards, einem Fernseher oder ganz klassisch am PC. Dabei sind wir darauf bedacht, dass es in jedem Kurs mindestens drei Hintergründe für die Puppen gibt. Diese sind die Lobby, das Büro und ein Konferenzraum. Mitunter kommen andere Locations, wie ein Eingang von draußen, Rechnerräume oder öffentliche Plätze, wie beispielsweise ein Café, hinzu. Dabei achten wir darauf, dass es stets eine Abwechslung der Hintergründe gibt, sodass die Charaktere beispielsweise nicht zweimal hintereinander im selben Büro stehen. Ein kleiner Insider am Rande: Da sich in unseren Büroräumen bei Increase Your Skills zahlreiche Pflanzen befinden, achten wir darauf, dass auch in den Büros unserer Kurse viele, detailgetreue, frische Pflanzen stehen. Eine frische Lernumgebung ist schließlich wichtig – im echten sowie im digitalen Leben! Da lernen bekanntlich Spaß machen soll, wird in unseren Kursen der Lerneffekt durch viele spielerische Anwendungen verbessert. Bei uns entsteht keine Langeweile durch minutenlange Monologe und auch das Lerntempo kann durch die Vielzahl an Modulen individuell festgelegt werden. 

Kursentstehung


Vielleicht interessiert Sie ja auch noch ein wenig der technische Teil unserer Animationen. Dann sollen Sie auch an dieser Stelle nicht zu kurz kommen. Unsere Puppen können Arme, Pupillen, Kopf und Körper, Augenbrauen und natürlich auch den Mund bewegen. Dabei haben sie verschieden Handposen, teilweise Kopfdrehungen und besitzen beispielsweise auch die Fähigkeit zu blinzeln. Manche Puppen können darüber hinaus durch einen geloopten Zyklus auf Knopfdruck beispielsweise weinen oder gar schwitzen. Auch verwenden wir mitunter sogenannte Walk Cycles, was bedeutet, dass die einzelnen Bilder einer Sequenz einer Gehbewegung so wiedergegeben werden, dass das Ende dieser Sequenz mit dem Anfang übereinstimmt, sodass der Eindruck eines durchgängigen Bewegungsablaufs entsteht. Durch den sogenannten Dangle-Effekt – also eine definierte Physik – wird wiederum Schwerkraft erzeugt, wodurch Haare „baumeln“ oder leicht im Wind wehen können. Um manche Animationen noch realistischer zu machen, werden einige davon über Live Motion Capture animiert, also über sogenanntes Gesichts-Tracking durch eine Webcam. Sprechende Puppen haben nebenbei bemerkt eine Lippensynchronisation, welche in aufwendiger Arbeit erzeugt wird. Es gibt dabei zwölf Münder, die Buchstaben (manche Buchstaben wie D, T, N nutzen denselben Mund) und vier Münder, die „neutral“, „lächeln“, „erschrocken“ und „zusammengekniffen“ darstellen. Ein Buchstabenmund wird in der Regel nicht länger als vier Frames eingeblendet. Sie sehen also, dass es einiges an Arbeit und Detailverliebtheit benötigt, um unsere Puppen so zum Leben zu erwecken, wie sie es auch verdienen. 
 

Technik Kurs Entstehung


Wir hoffen, Ihnen mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick hinter die Kulissen unserer Arbeit mit Animationen unserer Kurse und vor allem unserer Puppen gegeben haben zu können. Seien Sie aber nicht allzu enttäuscht, dass, wenn Sie E.T., den Außerirdischen das nächste Mal sehen, er eben doch nicht direkt von einer anderen Galaxie stammt, sondern aus der Hand einiger genialer Puppenspieler:innen. Denken Sie lieber daran, dass auch dieses Wesen – oder zumindest dessen Erschaffenden – Gefühle und Emotionen besitzt und es schlussendlich das Ergebnis eines aufwendigen und detailversessenen Arbeitsprozesses ist.