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23.03.2021

DuckDuckGo vs. Google – 5 Gründe, warum Sie auf Google verzichten sollten!

„DuckDuckGo vs. Google“ oder auch gesagt: „Datenschutz vs. Werbung“. Auf in den Suchmaschinenkampf!
Sie wussten nicht, dass DuckDuckGo eine Suchmaschine ist? Nun, Sie wissen es jetzt. DuckDuckGo hat es sich seit der Gründung im Jahr 2008 zur Aufgabe gemacht, eine Suchmaschine zu entwickeln, die keine personenbezogenen Daten speichert oder teilt; ganz im Gegensatz zu Google. Das Geschäftsmodell von Google basiert weniger auf Datenschutz als vielmehr auf personalisierter Werbung. Ohne die Speicherung von personenbezogenen Daten würde Google quasi die Luft zum Atmen verlieren. Allerdings ist Google nach wie vor die am meisten genutzte Suchmaschine, und das hat auch seine Gründe. Eine Schwäche hat Google jedoch, und zwar den Datenschutz. Google wird diesbezüglich auch mal wieder in den USA verklagt. Diesmal geht es um die Speicherung von personenbezogenen Daten, wenn im sog. „Inkognito-Modus“ gesurft wird. DuckDuckGo greift die Schwäche „Datenschutz“ von Google an.
Wir zeigen Ihnen 5 Gründe auf, warum Sie Google in Bezug auf den Datenschutz besser nicht nutzen sollten und stattdessen DuckDuckGo.

DuckDuckGo als Alternative zu Google im Datenschutzvergleich

5 Gründe: DuckDuckGo vs. Google

1. Google ist kostenlos, aber finanziert sich durch personalisierte Werbung basierend auf Tracking.
Google speichert ausweislich der Datenschutzerklärung Ihre Aktivitäten. Die Speicherung kann u. a. Ihre Suchanfragen oder Ihre Kaufaktivitäten umfassen, aber auch Daten diesbezüglich enthalten, mit welchen Personen Sie kommunizieren oder Inhalte austauschen.
Google kann anhand dieser Daten ein umfassendes Profil erstellen und Ihnen personalisierte Werbung anzeigen. Dies mag vielleicht ganz nützlich für Sie sein, da Sie dann nicht selbst nach den neuesten Angeboten suchen müssen. Auf Dauer kann es aber auch stören und/oder eventuell ein Gefühl des „Verfolgt”-Werdens vermitteln. DuckDuckGo wiederum speichert nach eigenen Angaben keine personenbezogenen Daten von Ihnen und verzichtet auf personalisierte Werbung. Das heißt aber nicht, dass DuckDuckGo komplett auf Werbung verzichtet. DuckDuckGo schlägt diesbezüglich nur einen datenschutzfreundlicheren Weg ein. DuckDuckGo zeigt Ihnen Werbung entsprechend Ihrer Suchbegriffe und nicht Ihrer Person an. Suchen Sie also nach einem TV, wird Ihnen bei Nutzung von DuckDuckGo Werbung für TV angezeigt etc. und nicht Werbung für Produkte, die Sie zuletzt gekauft oder gesucht haben.


2. Google zeigt Ihnen die für Sie geeignetsten Suchergebnisse an, aber filtert diese für Sie.
Wenn Sie etwas googeln, werden Sie in der Regel sehr schnell mit den Suchergebnissen zufrieden sein. Sie werden wahrscheinlich mindestens auf den ersten drei Seiten der Suchergebnisse fündig. Das liegt u. a. an dem Suchalgorithmus und dass Google Ihre Suchanfragen kennt und Ihnen somit Suchergebnisse vorschlägt, die Ihren Interessen und/oder Ansichten etc. entsprechen. Dies ist auf der einen Seite auch wieder vorteilhaft, weil Sie nicht lange Zeit für die Suche verschwenden müssen. Auf der anderen Seite allerdings kann es auch nachteilig sein. Denn Sie leben dann in einer Art „Google-Filter-Blase“. Google wird Ihnen eher weniger Suchergebnisse anzeigen, die Ihren Interessen und/oder Ansichten nicht entsprechen. Dies kann u. a. dazu führen, dass Ihnen z. B. Informationen über etwaige andere politische oder gesellschaftskritische Ansichten erst weit hinten in den Suchergebnissen angezeigt werden. Auf diese werden Sie vielleicht aber gar nicht aufmerksam, weil Sie schon auf den ersten Seiten fündig geworden sind. DuckDuckGo wiederum verzichtet neben dem Schalten von personalisierter Werbung auch auf die Anzeige von personalisierten Suchergebnissen, was mit der fehlenden Speicherung von Ihren personenbezogenen Daten zusammenhängt.


3. Google bietet den „Inkognito-Modus“ beim Surfen an, aber ganz so privat wie er klingt, ist dieser dann doch nicht.
Vielleicht haben Sie auch schon einmal den Inkognito-Modus bei Google ausprobiert? Grundsätzlich ist der Inkognito-Modus, bei welchem u. a. Ihre Browserverläufe nicht gespeichert werden, keine schlechte Idee. Insbesondere, wenn Sie z. B. den Laptop mit mehreren Personen nutzen. Ein bisschen Privatsphäre darf es dann auch beim Surfen sein. Allerdings bedeutet der Inkognito-Modus nicht, dass Google gar keine personenbezogenen Daten von Ihnen speichert und Sie vollkommen unerkannt surfen. Google weist auch bei der Nutzung des Inkognito-Modus darauf hin, dass u. a. Ihre Aktivitäten für Ihre Arbeitgebenden etc. weiterhin sichtbar bleiben. Darüber hinaus macht Google auch darauf aufmerksam, dass Cookies von Drittanbietenden gespeichert werden, wenn eine entsprechende Einwilligung dazu von Ihnen erteilt wurde. Allerdings wird Google, wie schon eingangs erwähnt, aufgrund einer vermeintlich unrechtmäßigen Datenspeicherung bei der Nutzung des Inkognito-Modus verklagt (Brown et al v. Google LLC et al, Az. 5:20-cv-03664-LHK). Es wird Google u. a. vorgeworfen, dass die User bei der Nutzung des Inkognito-Modus von Google in die Irre geführt werden würden, weil sehr wohl personenbezogene Daten auch in diesem Modus während des Surfens gespeichert werden würden. Die Speicherung würde u. a. Daten zum Surfverhalten betreffen, da die Google-eigenen Dienste, wie z. B. Google Analytics, auch im Inkognito-Modus Daten speichern würden, obwohl Google darauf nicht gesondert hinweisen würde. Wie die Klage ausgehen wird, bleibt abzuwarten.


4. Google gehören beliebte Produkte wie YouTube und Android, aber dadurch ist Google auch überall.
Google hat im Laufe der Zeit viele Produkte entwickelt oder aufgekauft, die meisten davon, wie z. B. YouTube, sind sehr beliebt bzw. erfreuen sich einer großen User-Anzahl. Google streckt daher in die verschiedensten Bereiche die Fühler aus; grundsätzlich profitieren aber auch Sie aufgrund der Qualität der Google-Produkte davon. Allerdings setzt Google nicht nur bei der Suchmaschine auf Tracking, sondern beispielsweise auch bei YouTube oder bei der Nutzung eines Android-Smartphones. Überspitzt gesagt, weiß Google so alles von Ihnen oder zumindest sehr viel. DuckDuckGo wiederum blockiert u. a. die Trackingmethoden von Google und zeigt Ihnen beim Surfen an, wie privat Sie sich gerade im Netz bewegen bzw. wie Sie getrackt werden. Zur Beurteilung der Privatsphäre zeigt Ihnen DuckDuckGo Noten von A - F auf der von Ihnen jeweiligen aufgerufenen Webseite an.


5. Probieren Sie doch mal was Neues aus.
Wenn Ihnen DuckDuckGo nicht gefällt oder die Suchergebnisse nicht Ihren Erwartungen entsprechen, können Sie auch schnell wieder zu Google zurückkehren oder über Google eine zweite Meinung einholen. Dies ermöglicht Ihnen sogar DuckDuckGo selbst, denn über die Funktion !bangs und der Eingabe von !g können Sie Ihre Anfrage direkt an Google schicken.

Autorin: Corinna Stanke